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Sehtest bei Apollo

Warum sind Sonnenbrillen wichtig?

Auge
Auge

Sonnenbrillen sind nicht nur ein modisches Accessoire - sie schützen auch die Augen vor UV-Strahlung. Viele Menschen sehen eher den modischen Aspekt im Vordergrund. Aber es macht durchaus Sinn, sich auch mit dem schützenden Aspekt näher zu befassen. Denn dann wird deutlich, dass eine gute Sonnenbrille nicht nur aus einem geeigneten abgetönten Brillengläsern besteht. Auch der Rahmen spielt beim Abschirmen der Sonnenstrahlung eine wichtige Rolle. Bei starker Sonneneinstrahlung (zum Beispiel im Hochsommer oder im Winter auf den Bergen) ist das Auge in besonderer Weise dem schädlichen UV-Licht ausgesetzt. Dieses wird vom menschlichen Auge nicht wahrgenommen - und dennoch kann es den Augen schaden. Eine Sonnenbrille ist ein guter Schutz - wenn es denn eine gute, geeignete Sonnenbrille ist.

Sonnenbrille
Sonnenbrille (Modell "Aviator" von Ray Ban)

Warum ist UV-Licht schädlich?

Ultraviolettstrahlung, kurz Ultraviolett oder UV-Strahlung, umgangssprachlich auch ultraviolettes Licht, ist für den Menschen unsichtbare elektromagnetische Strahlung mit einer Wellenlänge, die kürzer ist als die des für den Menschen sichtbaren Lichtes. UV-Licht ist für den Menschen unsichtbar, aber es belastet sowohl die Haut (Sonnenbrand) als auch die Photorezeptoren in den Augen. Das kann zu Augenreizungen, Entzündungen bis hin zur Erbindung führen (aber erst bei lange andauernder, intensiver Strahlungsbelastung). In jedem Fall ist es sinnvoll, die Augen im Sommer, wenn die UV-Strahlung am stärksten ist, eine Sonnenbrille zu tragen.

UV-Strahlung
UV-Strahlung und sichtbares Licht

Filterkategorien für Sonnenbrillen

Für Sonnenbrillen werden vier Filterkategorien hinsichtlich der Tönung unterschieden:

Tönungen von über 90% sind zum Autofahren nicht mehr geeignet. Bei manchen Sonnenbrillen wird eine zusätzliche selektive Lichtreduktion durch Polarisationsfilter erreicht.

Sonnenbrille
Sonnenbrille

Sonnenfinsternis - Normale Sonnenbrille reicht nicht

Sehr selten gibt es in Deutschland eine Sonnenfinsternis. Aber wenn, dann ist es ein feszinierendes Ereignis. Allerdings ist es für die Augen sehr schädlich, direkt ins Sonnenlicht zu blicken. Dabei kann es sowohl zu äußerlichen Entzündungen kommen (Hornhaut und Bindehaut) als auch zu einer gefährlichen Überlastung der Netzhaut. Bei einer Sonnenfinsternis benötigt man eine spezielle Brille, mit der man direkt in die Sonne sehen kann: eine Sonnenfinsternisbrille.

Sonnenbrillen mit Sehstärke

Man kann Sonnenbrillen sowohl mit als auch ohne Sehstärke kaufen. Für Menschen mit einer Sehschwäche werden spezielle Brillengläser mit Tönung angefertigt (siehe auch: Sonnenbrille mit Sehstärke). Natürlich kosten diese Gläser mehr als Sonnenbrillengläser für Menschen mit normaler Sehstärke bzw. ohne Korrekturgläser. Die Kosten für das Gestell sind in der Regel identisch. Man muss jedoch bedenken, dass nicht alle Gestelle für Korrekturgläser geeignet sind. Siehe auch: Gleitsicht-Sonnenbrille.

Auch für Sonnenbrillen gilt, was für andere Brillen mit Sehstärke gilt: man benötigt zum Betsellen der entsprechenden Brillengläser die exakten Werte aus dem Brillenpass. Wer seine Brille beim Optiker-Fachgeschäft kauft, bekommt den vorherigen Sehtest gratis. So hat man immer die Sicherheit, dass man die aktuellen Dioptriewerte bestellt. Wer eine Sonnebrille im Internet bestellt, braucht möglichst aktuelle Werte. Der letzte Sehtest mit den im Brillenpass eingetragen Werte sollte nicht länger als 12 Monate zurückliegen.

Wo kauft man am günstigsten Sonnenbrillen?

Hier muss man unterscheiden: Menschen ohne Fehlsichtigkeit (Weitsichtigkeit, Kurzsichtigkeit oder Astigmatismus) können ihre Sonnenbrille ohne Probleme kaufen: ob im Supermarkt, an der Tankstelle oder im Kaufhaus - im Sommer werden fast überall Sonnenbrille angeboten. Und wenn die Brille eine Siegel hat, dann kann man auch bedenkenlos zugreifen. Man muss sich lediglich für ein Modell entscheiden, das zu einem passt ("Welche Sonnenbrille steht mir?").

Für Menschen mit einer Fehlsichtigkeit (Ametropie) ist es schwieriger: sie können sich entweder einen "Aufsteck-Sonnenschutz" zulegen, eine spezielle Ergänzung, die man auf die Brille setzen kann. Dieses System ist jedoch seit den 80er Jahren nicht mehr so beliebt. Stattdessen legen sich viele Menschen mit Fehlsichtigkeit eine zweite Sonnenbrille zu. Viele Optiker bieten beim Kauf einer normalen Einstärkenbrille eine vergünstigte Sonnenbrille an.

Sonnenbrillen vom Online-Optiker

Natürlich kann man Sonnenbrillen mit Sehkorrektur sowohl bei Online-Optikern als auch im Ladengeschäft im Ort kaufen. Beides bietet Vor- und Nachteile. Für den Kauf beim Optiker vor Ort spricht die individuelle Beratung - für den Online-Optiker spricht der teilweise erheblich günstigere Preis. Außerdem kann man online-Angebote viel einfacher miteinander vergleichen, und die Lieferzeiten sind auch meist kürzer.

Siehe auch: Günstige Nerd-Sonnenbrillen (X-CRUZE) bei Amazon für 5,99 Euro

Nerd Sonnenbrille schwarz
Nerd Sonnenbrille schwarz X-CRUZE

Brillenanprobe

Bei Sonnenbrillen stellt sich bei der Brillenanprobe im Ladengeschäft ein kleines Problem: wenn es nicht sehr hell ist, kann man kaum wirklich gut sehen, ob einem die Brille steht oder nicht. Optimal wäre, wenn man draußen bei Sonnenlicht einen Spiegel zur Verfügung hat.

Beim Online-Optiker ist eine live-Anprobe natürlich nicht möglich. Die Anbieter helfen sich mit einem Trick, der allerdings bei Sonnenbrillen durchaus sinnvoll ist. Man kann bei der sog. Online-Brillenanprobe ein Foto hochladen. Nach dem Upload kann man die Brille so verschieben, dass sie wie ein Foto mit Sonnenbrille aussieht. So kann man die optische Wirkung auf das Gesamt-Aussehen ganz gut beurteilen. Was bei diesem Verfahren aber nicht funktioniert: den Grad der Tönung kann man darüber nicht einschätzen. Das geht, wie zuvor gesagt, nur bei einem Live-Test mit echtem Sonnenlicht.

Sonnenbrillen aus Holz

Gerade bei Sonnenbrillen achten viele auf Originalität und ein cooles Aussehen. 0815-Sonnenbrillen von der Stange kann jeder. Wer eine besondere Sonnenbrille sucht, kann sich zum Beispiel Sonnenbrillen aus Holz anschauen.

Online-Optiker, die Sonnenbrillen anbieten

Zu den Online-Optikern, bei denen man Sonnebrillen online bestellen kann, gehören unter anderem:

Sonnenbrillen Klassiker: beliebte Modelle

Der absolute Klassiker ist zugleich die erste richtige Sonnenbrille: die Pilotenbrille (sog Aviator), die seinerzeit für die Flieger der US-Armee erstellt wurden (siehe unten: Geschichte der Sonnenbrille). Sehr beliebt ist auch das Modell Wayfarer, dass durch zahlreiche Kinoklassiker zum Hit wurde und bis heute geblieben ist.

Sonnenbrillen Marken

Es gibt eine Reihe von Sonnenbrillen-Marken. Fast jedes große Mode-Label hat auch eine eigene Sonnenbrillen-Kollektion. Zu den bekanntesten gehören ...

  • Prada Sonnenbrillen
  • Esprit Sonnenbrillen
  • Uvex Sonnenbrillen
  • Fossil Sonnenbrillen
  • Puma Sonnenbrillen
  • Jaguar Sonnenbrillen
  • Alpina Sonnenbrillen
  • Oakley Sonnenbrillen
  • Tom Ford Sonnenbrillen
  • Humphreys Sonnenbrillen
  • Dolce & Gabbana Sonnenbrillen
  • Le Specs Sonnenbrillen
  • Persol Sonnenbrillen

Die meisten Online-Optiker bieten zusätzlich noch eigene Modelle bzw. Kollektionen an.

Sonnenbrillen
Schwarze Sonnenbrille - sportlich, windschnittig, dynamisch

Rot-Grün-Brille

Eine ganz besondere Form der Sonnenbrille ist die Rot-Grün-Brille, mit der Menschen, die von einer Rot-Grün-Schwäche betroffen sind, einen intensiveren Farbeindruck gewinnen können. Mehr zum Thema Rot-Grün-Brille.

Geschichte der Sonnenbrille (Historie)

Schon im alten Rom waren bereits "grüne Gläser" aus Smaragd bekannt, mit denen man die Augen vor intensivem Sonnenlicht schützen konnte. Im Mittelalter wurde das Prinzip mit farbigen Gläsern weiterentwickelt. 1752 entwickelte James Ayscough Brillen aus Rauchglas, die zumindest der Form nach heutigen Sonnenbrillen ähnelten. Für die Brillengläser wurden dafür alle erdenklichen Farben benutzt. Viele dieser gelben, grünen, blauen oder roten Sonnenschutzbrillen aus dem 18. Jahrhundert sind heute noch erhalten. Bei einigen Brillen wurde sogar schon Leder an die Außenseiten montiert, die das Streulicht abhalten konnten. 1797 entwickelte der Engländer Richardson eine Klapp-Sonnenbrille, bei der man seitlich befestigte, grüne schwenkbare Gläser vor die Brille klappen konnte.

Der französische Arzt Marie Theodore Fieuzal (1836–1888) erkannte die Gefahr, die von der UV-Strahlung ausging. Er empfahl daher, gelbe statt blaue Gläser zu verwenden, da sie potentiell einen besseren UV-Schutz bieten.

Der Optiker Christian Parschin erhielt im 19 Jahrhundert das Patent auf Gläser aus Bernstein.

Im Jahre 1905 entwickelte Josef Rodenstock die ersten Gläser, die wirksam den UV-Anteil des Lichts wegfilterten. Rodenstock baute eine weltweit bekannte Marke für Brillengläser auf. 1986 stellt die Firma Rodenstock ein getöntes Kunststoffglas vor.

Ebenfalls zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte die Firma Schott unter der Bezeichnung Umbral Schutzgläser mit unterschiedlich starken Tönungen, die dann auch in Masse produziert wurden und mehr als nur handgefertigte Einzelstücke waren. Die Fabrik Nitsche & Günther aus Rathenow wird rasch Marktführer dieses neuen Industriezweigs.

Ab 1930 stellt Bausch & Lomb, ein US-amerikanischer Hersteller optischer Geräte, serienmäßig Schutzgläser her. 1934 folgt die erste Sonnenbrille dieses Produzenten. Das Aviator genannte Modell wird 1936 der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. 1937 wird die Tochterfirma Ray-Ban gegründet. Sie befasst sich nur mit Sonnenschutzbrillen. Die 1952 entworfene Sonnenbrille Wayfarer bietet einen für die damalige Zeit neuartigen Rahmen aus Kunststoff mit einer breiten Glasfassung und erlangt durch Stars wie Buddy Holly, Marilyn Monroe, James Dean, Roy Orbison und ihren Auftritt auf der Nase von Audrey Hepburn in Breakfast at Tiffanys allgemeine Bekanntheit. Beide Modelle, die Aviator und die Wayfarer werden auch heute noch hergestellt und gelten als Modeklassiker und als die meistverkauften Sonnenbrillenmodelle der Welt.

Polarisationsgläser wurden erstmals kurz vor dem Zweiten Weltkrieg als Schutzgläser verwendet (Herstellung des Polarisationsfilter von Erwin Käsemann 1937). Seit den späten 1930 Jahren weisen immer mehr Mediziner auf die gefährlichen Einflüsse für die Augen bei übermäßigen Sonnenlicht hin. Auch modische Aspekte helfen seit dieser Zeit einer zunehmenden Akzeptanz der Sonnenbrille in der Gesellschaft. Die Sonnenbrille ist zunehmend ein Marken- und ein Massenartikel, was einen regelrechten Sonnenbrillenboom auslöst.

In Deutschland bot die Firma Zeiss gleich nach Kriegsende seine Umbral-Sonnenbrillen an.

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