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Sehtest bei Apollo

Was ist eine Einstärkenbrille?

Eine Einstärkenbrille, häufig auch "Einstärkebrille" genannt, ist eine Brille, deren Gläser nur eine Fehlsichtigkeit korrigiert. Das Glas hat also eine Wölbung, die nur auf eine Sehstärke hin optimiert ist. Im Unterscheid dazu bieten Mehrstärkenbrillen ein Brillenglas, dass in verschiedenen Zonen jeweils auf eine bestimmte Sehdistanz hin optimiert ist (z.B. eine Gleitsichtbrille).

Einstärkebrille
Einstärkebrille

Besonders deutlich wird es im Vergleich zum optischen Verhalten einer Mehrstärkenbrille, zum Beispiel einer Gleitsichtbrille:

Mehrstärkenbrille
Mehrstärkenbrille

Einstärkenbrille bei Kurzsichtigkeit

Wenn man kurzsichtig ist, kann man in der Ferne nicht so gut sehen (zum Beispiel Straßenschilder). Alles, was weit entfernt ist, sieht unscharf aus. Im Brillenpass steht dann unter Sphäre (Sph) einen negativer Dioptrie-Wert. Um nomal sehen zu können, braucht man eine Einstärkenbrille gegen Kurzsichtigkeit. Das Brillenglas ist in diesem Fall eine konkave Streuungslinse, damit das Licht, das ohne Brille vor der Netzhaut fokussiert wird, genau auf der Fovea, dem Bereich des schärfsten sehens, abgebildet wird. Mehr über die Ursache der Kurzsichtigkeit.

Einstärkenbrille gegen Kurzsichtigkeit
Einstärkenbrille gegen Kurzsichtigkeit

Einstärkenbrille bei Weitsichtigkeit

Menschen, die weitsichtig sind, können im Nahbreich nicht gut sehen (z.B. beim Lesen). Auch hier sieht das Bild unklar und verschwommen aus. Bei Weitsichtigkeit steht im Brillenpass unter "Sphäre" (Sph) ein positiver Dioptrie-Wert, also zum Beispiel +3 dpt. Eine Weitsichtigkeit wird mit einem konvexen Brillenglas korrigiert, dass das Licht bündelt. Denn ohne Brille wird der Fokus des Lichtes hinter der Netzhaut abgebildet. Mehr zur Ursache der Weitsichtigkeit.

Einstärkenbrille gegen Weitsichtigkeit
Einstärkenbrille gegen Weitsichtigkeit

Einstärkenbrille bei Astigmatismus (Hornhautverkrümmung)

Ursache eines Astigmatismus (Stabsichtigkeit) ist in aller Regel eine ungleichmäßig gewölbt Hornhaut (daher auch die umgangssprachliche Gleichsetzung mit Hornhautverkrümmung). Um eine astigmatische Fehlsichtigkeit zu korrigieren, muss dass Brillenglas jeweils in eine bestimmte Richtung geschliffen sein, damit der Licht punktförmig auf der Fovea abgebildet wird. Mehr über Astigmatismus.

Einstärkenbrille gegen Astigmatismus
Einstärkenbrille gegen Astigmatismus

Was kosten Einstärkebrillen?

Einstärkenbrille sind einfacher und damit kostengünstiger herzustellen als Mehrstärkenbrillen. Um Durchschnitt leigt der Preis für eine Einstärkenbrille bei ca. 370 Euro (Quelle: Zentralverband der Augenoptiker). Zum Vergleich: eine neue Gleitsichtbrille kostet im Schnitt ca. 1.000 Euro. Die Kosten setzen sich aus folgenden Einzelfaktoren zusammen:

Die Hauptunterschiede beim Preis für Einstärkenbrillen liegen in aller Regel beim Brillengestell. Es beginnt bei sehr kostengünstigen, einfachen Gestellen (Nulltarif-Modelle), und geht bis hin zu "Designer-Luxusbrillen". Das kann von weniger Euro bis hin zu einigen Tausend Euro gehen.

Ebenso wichtig ist die Qualität des Brillenglases. In der Regel kann man sagen: Je dünner das Glas am Ende sein soll, um so teuer. Außerdem unterscheiden sich die Glas-Sorten durch Festigkeit und Kratzbeständigkeit. Die Preisspanne zwischen deutschen und asiatischen Anbietern ist meist recht deutlich. Allerdings sollte man beim Brillenglas nicht unbedingt sparen, denn es enstceidet auch darüber, wie dick das Glas - und damit, wie schwer die Brille am Ende ist. Da man sie meist dauerhaft auf der Anse und hinter dem Ohr trägt, sollte man das vor dem Kauf genau überlegen (das gilt natürlich auch für das Brillengestell. Vollrandbrillen sind am schwersten, randlose Brillen am leichtesten. Beliebt ist der Kompromiss: die Halbrandbrille.

Gleiches gilt für die Qualität des Schleifens bzw. Gießens (bei Kunststoffgläsern). Je mehr Erfahrung ein Optikermeister hat, und je besser seine Ausbildung war, desto besser das spätere Seh-Erlebnis. Auch hier gilt wieder, dass die kostengünstigen Gläser, die in Fernost produziert werden, nicht unbedingt genauso gut sein müssen wie die sind, die von deutschen Optikern, die nach strengen Din-Vorschriften arbeiten, stammen. Die Sicherheit, eine wirklich qualitativ hochwertige Brille zu erhalten, ist bei deutschen Optikern deutlich größer.

Bei der Gewinnmarge für den Optiker gibt es natürlich auch Unterschiede. Viele Online-Optiker haben den Bestellprozess mit den Möglichkeiten des Internets so optimiert, dass die Preise für eine Brille günstiger sind (siehe z.B. die "Online-Brillenanprobe"). Aber: man sollte den Vorteil, den ein persönliches Beratungsgespräch mit sich bringt, nicht unterschätzen. Und ein Optiker will am Ende des Tages auch sein Miete bezahlen können.

Siehe auch:

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