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Achsenmyopie: Kurzsichtigkeit durch zu langen Augapfel

Bei einer Achsenmyopie ist der Augapfel zu lang. Dadurch liegt der Brennpunkt im Auge vor der Netzhaut. Im Bereich der Makula (Fovea), wo das Auflösungsvermögen des Auges besonders groß ist, liegt nur ein verstreutes Bild vor: Folge: alles sieht unscharf aus.

Diese Art der Kurzsichtigkeit tritt recht häufig auf. Sie ist genetisch bedingt und entwickelt sich im Verlaufe des Wachstums (häufig in der Pubertät).

Definition Achsenmyopie: die Brechkraft des "dioptrischen Apparates" (vor allem Hornhaut und Augenlinse) ist normal - aber ein zu langer Augapfel führt dazu, dass der Brennpunkt vor der Netzhaut liegt.

Die andere Ursache einer Kurzsichtigkeit nennt sich "Brechungsmyopie". Hierbei ist die Länge des Augapfels normal, allerdings ist die Brechkraft von Augenlinse und Hornhaut zu stark.

Hinsichtlich des individuellen Seheindrucks unterscheiden sich Achsen- und Brechungsmyopie nicht: in beiden Fällen liegt der Brennpunkt vor der Netzhaut. Im Bereich der Fovea ist die visuelle Information gestreut, so dass Bildinformation in der Ferne nicht scharf gesehen werden kann.

Für die, die selber nicht oder nur in geringem Ausmaß kurzsichtig sind, heir ein Seheindruck bei einer Kurzsichtigkeit von ca. minus 5 Dioptrie (bitte auf das Bild rollen):

Kurzsichtigkeit (ca. -3 Dioptrie), Seheindruck ohne und mit Korrektur

Bitte nutzen Sie den Dioptrien-Simulator, um die verschiedenen Dioptrie-Stärken zu testen (öffnet sich bei Klick in einem neuen Fenster).

Man kann mit einem Sehtest eine Kurzsichtigkeit erkennen, mit Hilfe einer Refraktion lassen sich die genauen Werte ermitteln. Die Maßeinheit für die Brechkraft nennt man Dioptrie. Den Abbildungsfehler im Auge kann man mit einer vorgesetzten Linse korrigieren. Bei Kurzsichtigkeit ist das eine konkave Linse, die das Licht etwas streut und damit den Brennpunkt nach hinten verschiebt. Siehe Dioptrien bei Kurzsichtigkeit.

Was tun gegen Kurzsichtigkeit? (Therapie)

Die einfache Kurzsichtigkeit (Myopia simplex) gilt nicht als Krankheit. Das hat vor allem versicherungstechnische Gründe: denn damit sich die Krankenkassen davon befreit worden, für Brillen und Sehhilfen etwas hinzuzuzahlen (das geschieht nur noch in seltenen Fällen).

Wer einmal kurzsichtig ist, bleibt es sein Leben lang. Aber es gibt Abhilfe: schon seit dem Mittelalter sind Brillen bekannt. Hilfsgläser, die so geformt sind, dass der Sehstrahl so gebrochen wird, das es letztendlich wieder korrekt auf der Netzhaut fokussiert. Die Verformung des Auges wird also durch eine vorgesetzte Linse ausgeglichen wird. Heutige Fertigungsprozesse sind so verfeinert, dass ein nahezu perfektes Sehen mit einer Brille möglich ist.

Es gibt im Prinzip drei Möglichkeiten, um mit einer Kurzsichtigkeit gut leben zu können:

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