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Sehtest bei Apollo

Was ist Farbenblindheit (Achromatopsie)?

Farben sehen - Farbenblind
Farben sehen (oben)
Farbenblind (unten)

Die sogenannte Farbenblindheit, auch Achromatopsie oder Achromasie, ist eine Farbsinnes-Störung, bei der die betroffene Person keine Farben wahrnehmen kann. Farbenblindheit darf nicht mit der verbreiteten Rot-Grün-Schwäche verwechselt werden.

Es gibt zwei Arten von Farbenblindheit, die sich hinsichtlich der Ursache unterscheiden:

Die okularen Farbenblindheit basiert auf fehlenden oder nicht funktionierenden Sinneszellen auf der Netzhaut im Auge. Sie ist in der Regel angeboren. Die cerebrale Farbenblindheit hat ihre Ursache in einer neurologischen Störung: die Sinnesinformationen werden nicht korrekt an das Gehirn weitergeleitet. Die Ursache ist meistens nicht angeboren, sondern tritt vorwiegend nach Unfällen oder Schlaganfällen auf.

(Streng genommen ist das Auge wie jedes Sinnesorgan ein "vorgelagerter" Teil des Gehirns, dass Informationen aus der Umwelt mit Hilfe von Sinneszellen in elektrische Impulse umwandelt, die auf Nervenbahnen ins Gehirn geleitet werden. Wenn diese Nervenbahnen unterbrochen sind, funktioniert die Wahrnehmung nicht korrekt.)

Ursache der okularen Farbenblindheit

Normalerweise befinden sich auf der Netzhaut im menschlichen Auge vier Arten von Sinnenzellen:

Bei Menschen mit einer Farbenblindheit fehlen alle Zapfen, das heißt man kann keine Farben sehen.

Netzhaut (Retina)
Netzhaut (Retina)

Unterschied zur Rot-Grün-Schwäche

Im Gegensatz dazu sind bei einer Rotgrün-Schwäche im Prinzip alle Zapfen vorhanden, nur in geringerer Anzahl. Daher gibt es bei der Rot-Grün-Schwäche auch sehr differenzierte Abstufungen, je nachdem, wie viele bzw. welche Zapfen auf der Netzhaut funktionieren.

Wenn die beide Zapfenarten Rot und Grün ausfallen, spricht man auch von Blauzapfenmonochromasie (monochrom = einfarbig).

Menschen mit Tritanopie haben daher nur zwei statt drei verschiedene Zapfentypen. Betroffen sind etwa 0,002 % der Männer und 0,001 % der Frauen.

Aufbau des Auges, Bestandteile
Aufbau des Auges, Bestandteile

Menschen mit Tritanopie sind in ihrer Sehstärke nicht beeinträchtigt, da Menschen ohnehin nur circa 8 % Blau-Zapfen haben, wohingegen Rot- und Grün-Zapfen zu je circa 46 % in der Netzhaut vorhanden sind.

Unscharfer Seheindruck

Farbenblinde Menschen können nicht scharf sehen. Der Grund ist einfach: Der Ort des schärfsten Sehens ist die Fovea. In dieser Region auf der Netzhaut sind die Zapfen normalerweise besonders dicht gedrängt und es gibt verhältnismäßig wenig Stäbchen. Wenn die Zapfen für die Farben nun fehlen, bleiben kaum genügend Sinneszellen übrig, um ein scharfes visuelle Bild zu erzeugen.

Farbenblindheit
Farbenblindheit - Seheindruck: oben: Normalsichtig, unten: Ohne Frabinformation

Kann eine Brille die Farbenblindheit korrigieren?

Nein. Eine (Sehstärken-) Brille korrigiert in aller Regel optische Brechungsfehler. Es gibt jedoch inzwischen Brillenmodelle, die die Farbkontraste verstärken können. Solche Brille sind bei Rot-Grün-Schwäche hilfreich, zum Beispiel im Straßenverkehr. Allerdings gibt es bei Frabenblindheit keine Sehhilfe - wenn keine Farbinformationen gefiltert werden oder im Gehirn ankommen, dann kann man auch keine Farben sehen.

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