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Machen Smartphones kurzsichtig? Britischer Experte warnt …

Machen Smartphones kurzsichtig?

Machen Smartphones kurzsichtig?

Der britische Laser-Chirurg David Allamby hat einen beunruhigenden Zusammenhang zwischen der Zunahme der Kurzsichtigkeit in der Bevölkerung und der Benutzung von Smartphones festgestellt. Demnach habe die Zahl der kurzsichtigen Menschen seit 1997 um 35 Prozent zugenommen. Allemby nennt das Phänomen „Bildschirm-Kurzsichtigkeit„. In den kommenden 10 Jahren könnten bis zu 50% der Bevölkerung betroffen sein.

Wie in der britischen DailyMail nachzulesen, sieht der Laser-Chirurg einen Zusammenhang mit der Benutzung von Smartphones. Während man Zeitungen und Bücher in der Regel in einer Entfernung von etwa 40 Zentimetern lese, sei der Abstand bei der Benutzung von mobilen Handys, Tablets und Co. deutlich geringer (ca. 30 cm und weniger). Jeder kann das ja mal für sich selber austesten …

Kurzsichtigkeit

Kurzsichtigkeit

Das ist soweit plausibel. Aber warum sollte es dadurch zu einer Kurzsichtigkeit kommen? Allamby behauptet, die Erbfaktoren, die für die Entwicklung einer Kurzsichtigkeit verantwortlich sind, würden normalerweise nur bis zum 21. Lebensjahr aktiv sein. Durch die häufige Nutzung von Smartphones würden sie jedoch länger wirken. Die Gefahr, dass sich die Kurzsichtigkeit auch in den Folgejahren noch einstellt, wächst damit offenbar.

Kann dauerhaftes Smartphone schauen schaden?

Nachgewiesen ist, dass die Augenlinse im Laufe der Jahre an Flexibilität verliert (nachlassende Akkommodationsfähigkeit). Je häufiger man zwischen Nahsicht und Fernsicht wechselt, um so besser für ein fittes Auge. Erst gestern hat mir Thomas das in einem GooglePlus Thread bestätigt, als er von Goldschmieden berichtete, die lernen, alle 5 Minuten in die Ferne zu schauen. Ansonsten haben sie ein deutlich höheres Risiko, berufsbedingt kurzsichtig zu werden.

Im Prinzip ist es bei den Smartphones das Gleiche. Auch wenn die medizinische Herleitung bei Allamby nicht wirklich klar wird, das Fazit ist logisch: wer zu oft und zu lange nur in sehr kurzer Distanz sieht, erhöht damit das Risiko, kurzsichtig zu werden. Ich kenne zwar nicht die statistischen Zahlen zu der Entwicklung der Kurzsichtigkeit in Deutschland (in dem Artikel stehen nur Zahlen aus Großbritannien), aber dennoch kann es nicht schaden, bei jeder Tätigkeit alle 5 mal für ein paar Sekunden die Sehdistanz zu ändern und für ein paar Sekunden etwas anderes zu fokussieren.

Machen Smartphones kurzsichtig?

Machen Smartphones kurzsichtig?

Heranwachsende sind besonders gefährdet

Abschließend sei gesagt, dass laut Allamby diese Phänomen natürlich besonders Kinder und Jugendliche betrifft. Sie stehen mitten im Wachstumsprozess – und eine latente Kurzsichtigkeit kann sich mit großer Wahrscheinlichkeit schneller und deutlicher ausprägen, wenn sie stundenlang auf Geräte schauen, die sich in 30 Zentimetern Entfernung vor dem Auge befinden. Allamby spricht sogar von einer „Epedemie“:

If things continue as they are, I predict that 40 to 50 per cent of 30-year-olds could have myopia by 2033 as a result of smartphones and lifestyles in front of screens – an epidemic we call screen sightedness.
David Allamby

Auch wenn ich die Meldung und den Hintergrund nicht richtig einschätzen kann, so liegt doch eine plausibler Zusammenhang vor. Augen sind für verschiedene Sehdistanzen geschaffen. Immer nur in einer Entfernung zu sehen, kann auf Dauer nicht gut sein.


Kurzsichtigkeit (Quelle: youtube)

Sind viele mobile Websites und Anwendungen zu klein?

In diesem Zusammenhang wird natürlich wieder das Thema ResponsiveDesign bzw. mobile Versionen von Websites relevant. Sind die meisten mobilen Anwendungen und Spiele so klein gestaltet, dass man sie eben nur aus einer kurzen Distanz konsumieren kann? Ist schlechtes Design dafür verantwortlich, dass bald über 50% der Menschen kurzsichtig sind?