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Googles VR-Brille aus Pappe (Cardboard)

Google cardboard
Google Cardboard

Auf der I/O Entwicklerkonferenz hat Google die neue VR-Brille "Cardboard" vorgestellt. Es handelt sich um ein Gehäuse aus Pappe, mit dem man sein Smartphone in ein Virtuell-Reality-Display umwandeln kann. Mit dieser Datenbrille erzeugt man vor den Augen ein faszinierendes, dreidimensionales, virtuelles Bild. Siehe auch:

Der Cardboard Bastelbogen

Der Bastelbogen erinnert ein wenig an das kürzlich vorgestellte Mikroskop aus Pappe, dem foldscope. Allerdings ist der Zusammenbau der Google-VR-Brille ungleich einfacher. Die folgende Grafik zeigt den vorgestanzten Cardboard-Bastelbogen:

Google cardboard
Google Cardboard - Bastelbogen und Zubehör

Google bietet das Ganze aber auch jedermann zum selber ausdrucken an. Hier können Sie das Paket mit dem Bastelbogen als zip-Datei herunterladen.

Damit diese VR-Brille funktioniert, benötigt man neben der Box aus Pappe noch ein paar Kleinigkeiten:

Wer also mag, kann sich sein eigene Cardboard ausdrucken und ausschneiden. Wem das zu schwierig erscheint, kann bei DodoCase einen vorgestanzten Bastelbogen online bestellen. Lediglich die beiden bikonvexen Linsen muss man im Handel besorgen. Wer will, kann ja mal beim Optiker um die Ecke nachfragen...

Das Cardboard zusammenbauen

Die Entwickler der Konferenz haben einen vorgestanztes, aufklappbares Paket mit den oben gezeigten Bestandteilen erhalten. Außerdem war noch ein NFC-Aufkleber integriert, der automatisch eine Verbindung mit der entsprechenden Cardboard-App herstellt. Wie einfach der Zusammenbau ist, zeigt das folgende Video:

Quelle: die offizielle cardboard-Seite bei Google-Developers.

Der Journalist Daniel AJ Sokolov hat ein noch etwas ausführlicheres Video erstellt:

Man sieht: der Zusammenbau der Google-VR-Brille aus Pappe ist sehr einfach. Natürlich benötigt man ein Smartphone, auf das die entsprechende App geladen werden muss, die man hier bei Google-Play findet.

Bislang sind erst ein paar Beispiele vorhanden - aber clever wie Google ist, haben sie das Ganze als openSource ausgewiesen und laden nun Entwickler ein, weitere Anwendungsformen für die Google-VR Brille zu entwickeln.

Virtuelle Realität und stereoskopisches Sehen

Herkömmliche Datenbrillen haben in der Regel zwei separate Display, die an einen leistungsfähigen Computer angeschlossen sind. Spezielle Software errechnet die zwei verschiedenen Bilder, die für das stereoskopische Sehen erforderlich sind. Dank des stereoskopischen Sehens haben wir einen drei-dimensionalen, räumlichen Seheindruck. In der Realität erzeugt das Gehirn aus den zwei leicht verschobenen Bildern des Auges einen räumlichen Eindruck. Bei VR-Maschinen werden diese beiden verschiedenen Bilder vor dem Auge mit einer abgeschirmten Brille simuliert.

Stereoskopisches Sehen
Stereoskopisches Sehen - Voraussetzung für VR-Brillen

Siehe dazu auch: Warum sieht man betrunken doppelt?

Man kann sich vorstellen, dass bisherigen VR-Datenbrillen eine ganz schön kostspielige Sache sind. Allerdings werden die Anbieter dieser Spezialbrillen kaum Sorge haben: denn die Google-VR-Brille erinnert doch sehr an ein Yps-Gimmick. Und die eigentliche Zielgruppe, die Hardcore-Gamer, werden eine Pappschachtel vorm Gesicht wohl eher uncool finden.

Wann kommt "augmented virtual reality"?

Google cardboard
Google Kontakt-
linse

Google nennt seine VR-Brille für das Smartphone eine "experimentelles Probestück für beschränkte Nutzung". So ähnlich wie die kürzlich vorgestelle Google-Daten-Kontaktlinse. Und Google Glass ist inzwischen längst etabliert, auch wenn es die Google-Brille in Deutschland noch nicht zu kaufen gibt. Aber womöglich arbeiten die Visionäre bei Google längst an einer "augmented virtual reality", also einer Datenbrille, die eine dreidimensionale virtuelle Realität über die echte Realität projiziert. Ebenso erschreckend wie faszinierend ...

Übrigens kann man eine solche VR-Brille auch mit einer Brille benutzen.

Quellen

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